Montag, 23. April 2012

Mittelalterfest 2012 auf der Burgruine Aggstein

Das Mittelalter fasziniert immer mehr, Gaukler, Ritter, Fechtkämpfe und die Schweine am Grill zeigen es zwar viel netter als es für die meisten von uns gewesen wäre, aber mitmachen macht Spaß!

Und das zeigte sich auch diesmal wieder beim Mittelalterfest auf der Burgruine Aggstein. Bereits zu Mittag sah der Parkplatz am Fuße des Burgberges ziemlich voll aus – bis zur Burg mit dem Auto hinaufzufahren war verboten (und das war gut) und da es doch ein ziemlich langer und steiler „Hatscher“ hoch rauf auf die Burg ist, war ein Shuttleservice eingerichtet, das hervorragend funktionierte und das ich bereits von früheren Veranstaltungen kannte. Neu – der Preis der Shuttlefahrt war diesmal im Eintritt bereits inkludiert.

Bereits am Parkplatz die erste Verblüffung: bereits hier sind viele Ritter, Burgfräuleins, Gaukler, sogar Tempelritter in voller Montur waren zu sehen. Zuerst dachte ich ja, dass sie alle offizielle Mitarbeiter sind – weit gefehlt! Die Mittelalterfans hatten sich schon zu Hause in Schale geworfen und man sah ihnen an, dass sie dies nicht nur wegen ihrer Kinder oder des vergünstigten Eintritts taten.

Am Marktplatz gab es dann auch gut besuchte Verkaufsstände, die Kleidung für jene anboten, die noch nicht richtig ausgestattet waren und es waren nicht diejenigen, die am schlechtesten  besucht waren!

Der Marktplatz

 

Ein Gemisch aus allen Düften! Gleich nach dem Eingang erwartet der Fisch-Räucherstand die Besucher! Und dann geht es schon los! Wer möchte kann seinen Tee oder Kaffee im Zelt genießen. Oder auf einem der vielen Bänke – ein Ferkel dreht sich am Spieß, unterschiedliches Brot, Fladen, Met, Liköre, Kräuterweckerl, Käse, und noch einiges mehr …

Auch für die Kinder ist einiges dabei: da wird fast um die Wette mit der Armbrust geschossen, auch Bälle zischen durch die Gegend, die Buben, die noch nicht die richtige Ritterausstattung besitzen, betteln um Schwerter und Schilder, die Mädchen lassen sich beim Kinderschminken in Prinzessinnen oder Katzen verwandeln, schauen sich um Prinzessinnenkleider um oder bleiben bei den Schmuckständen länger stehen (was übrigens den Müttern so gut wie gar nichts ausmacht, die bereits auch schon den einen oder anderen Blick auf Ringe und Ketten geworfen haben)


Mit einem Seiler können alle lernen, wie man früher ein Seil gedreht hat und ein Schmied zeigt am offenen Feuer seine Kunst.


Märchen werden erzählt, eine Puppenspielertruppe unterhält im Burghof und mit einer echten! Glücksmaus kann man auch noch an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Der Burgvogt

Neben dem  kulinarischen Erlebnis lernen die Besucher aber auch noch den Burgbesitzer Jörg Schreck von Wald kennen. Unterstützt von der Gruppe Eulenspiel feiert der spätere Raubritter mit allen Besuchern seine Hochzeit. Tanz, Gesang und Spiel erwartete alle am Turnierplatz. Doch bereits bei dem fröhlichen Fest für alle merkt man schon seine „schlechte Gesinnung“ – fordert er Jubel und Mitmachen ohne Widerrede der Besucher..

Seine Geschichte wird hier im Zeitraffer erzählt – bald nach der Hochzeit entwickelt er sich zu einem grausamen Raubritter, der nicht nur die Donauschifffahrt unsicher macht, sondern auch seine ganze Umgebung terrorisiert. In einem Tag kann man Aufstieg und auch Fall – seine Verurteilung – erleben.
Und natürlich kann die ganze Hochzeitsgesellschaft beim Tanz mitmachen.

Und am Abend erwarten die Besucher Gaukler und mit Torxes und Pixel eine Feuershow vom Feinsten.



Heuer leider schon vorbei – aber ich bin mir sicher im nächsten Jahr gibt es wieder ein tolles Fest!
Mehr über die Burgruine Aggstein finden Sie hier auf askEnrico, wo wir auch immer unter News die aktuellen Veranstaltungen ankündigen oder direkt unter www.ruineaggstein.at