Samstag, 15. September 2012

Kindheitserinnerungen in Jedlesee

Tja und diesmal geht es um die Meinigen: Wer meiner AltersgenossInnen kann sich denn noch an den Jedlerseer Kirtag in früheren Zeiten erinnern? Gleich vis à vis von der Wohnung meiner Oma am Anfang der Bosch- oder wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, manchmal auch am Anfang der Denglergasse begann das „Kinderglück“.
Heute gibt es Vielerlei ...
Heute stehen die ersten Standeln erst Ecke Boschgasse/Jeneweingasse , dafür wird aber die Wiese beim Lorettoplatz mit einbezogen, wo neue „Fahrgeschäfte“ auf all jene warten, die eine gesunde Verdauung haben…

"Kukurruz" und Naschereien gibt es noch immer ...

Zuckerwatte, die frisch am Stiel gedreht wurde, türkischer Honig, nicht vorverpackt, sondern von einem großen Stück nach dem gewünschten Gewicht abgeschnitten, gekochte Maiskolben und natürlich Salzgurken, das waren damals die kulinarischen Köstlichkeiten. Selbst die Langos, die heute in erster Linie zur Kulinarik der Weihnachtsmärkte gehören, waren damals noch nicht Standard. Am Zuckerstand gab es alles nach Gewicht und – wenn die Eltern zahlten – konnte man nach Herzenslust in die Dosen greifen – wer würde sich das heute noch trauen?
Auch ein paar Spielzeugstandeln gibt es noch
Verkauft wurde in erster Linie Spielzeug, es war als Kind ein Eldorado entlang zu gehen. Püppchen über Püppchen, Hunde, die bellten waren damals die Sensation (die gibt es heute noch), Wackeldackel  an jedem Stand  (einen zumindest musste man haben) und die Trolls in groß oder klein und jeder möglichen Haarfarben. Ich war fast süchtig auf die – eigentlich hässlichen – lieben, kleinen Kerle….
Die Trolls - genauso einen hatte ich auch!
Es gab Schwerter für die Jungs– aus Holz oder Plastik, und jede Menge Püppchen und Plastikschmuck für die Mädels, die so schnell zu Prinzessinnen wurden.
Glücksräder
Und die Überraschungspäckchen – welch ein Nervenkitzel. Was jetzt schön gestaltet, bunt bedruckt als Wundertüte schon in jeder Trafik verkauft wird, war damals einfach in altes Zeitungspapier gewickelt. An der Größe und dem Gewicht versuchte man festzustellen, was denn Wertvolles auf einen wartet. Welches Paket denn nehmen? Was wird drinnen sein? Schmuck? Spielzeug? Ein Püppchen? Oder vielleicht gar ein Troll oder Wackeldackel?

Die Schaukeln - fast so original wie vor Jahrzehnten!
Es gab ein Ringelspiel und einige Schaukel, bei denen man als Kind einige Kraft aufwenden musste, um wirklich hoch hinauf zu kommen. Es war fast wie ein kleiner Praterbesuch.
Man sieht sie nur mehr selten: aber in Jedlesee sind sie noch dabei - Die Salzgurken im Faß

Heute ist vieles anders. Auf der Wiese vor der Lorettokirche reagiert der Nervenkitzel. Tagada ist eine der harmloseren Möglichkeiten, auch das Kettenringelspiel kann man wahrscheinlich auch als Angsthase noch ziemlich problemlos benutzen. Für die Kleinsten gibt es sowohl ein Ringelspiel als auch einen Wagenzug, beide werden auch heute noch mit Begeisterung von den Minis genutzt. Ball werfen, Schießstände sorgen damals wie heute für Unterhaltung. Beim Autodrom haben Kinder heute wie damals meist mit Papa die ersten Fahrerlebnisse.
Das Kettenringelspiel auf der Wiese bei der Lorettokirche
Autodrom - auch heute noch ein Vergnügen - für Papa und Sohn ?

Die Kleinsten fahren hier....
 
Für die größere Jugend und für alle, die einen gesunden „Magen“ haben, gibt es eine Menge Möglichkeiten, wie auf dem Video erkennbar ist.


Kirtag in Jedlesee – noch immer ein Erlebnis …