Donnerstag, 24. Januar 2013

Košice – Europäische Kulturhauptstadt – Folge 2

Eines gleich vorweg, wenn Sie nach Košice kommen, planen Sie am besten mindestens drei Tage ein. Es gibt so vieles zu sehen und zu genießen in der Stadt, dass man sich dafür wirklich Zeit nehmen sollte.
Mein zweiter Tag war von Beginn an vom starken Schneefall gekennzeichnet, der nur ab und zu etwas nachgelassen hat und abends dann in einen feinen Schneeregen überging. Schade. Die Eröffnungsfeier hätte sich wirklich besseres Wetter verdient gehabt.
Blick vom Hilton Doubletree auf die Kathedrale


Nach einer großen Besichtigungstour, die diesmal dank meiner Führerin, Frau Hoffmann, nicht nur auf der Hauptstraße entlang ging, gab es noch einiges an Galerien und schönen Häusern zu entdecken. Daher auch hier die Empfehlung: die Hlavná – ungefähr einen Kilometer lang – ist Fußgängerzone und unbedingte Pflicht für jeden Besucher, aber wenn Sie ein bisschen Zeit haben, schauen Sie in die Nebenstraßen und vor allem riskieren Sie einen Blick in die Hinterhöfe der Häuser. Neben wunderschönen Balkonen und vielen kleinen Geschäften finden Sie hier  auch Lokale - vom Italiener über Cafés bis zu Bierstuben und einheimischen Spezialitäten. Manche dieser Höfe sind eigentlich Durchgänge – Verbindungen – in die dahinter liegende Straße, sodass Sie eigentlich sehr schnell von einem Teil in den anderen gelangen können.
Vorbereitungen auf der  Hauptbühne

Als Tipp seien hier folgende Ausstellungen angeführt:

Vojtech Löffler Museum: Sozialistischer Modernismus in den Fotografien von Roman Bezjak

Viel wurde und wird im „Westen“ über die sogenannten Plattenbauten des Ostens gespottet und das obwohl einige unserer Siedlungsbauten auch nicht durch großen Einfallsreichtum glänzen. Die Ausstellung zeigt Aufnahmen von eben diesen Plattensiedlungen, aber auch Kulturgebäuden, Hotels und anderen Gebäuden. Und ganz seltsam, je länger man die unterschiedlichen Bilder betrachtet, kann man auch viele schöne Gebäude und einen einzigartigen und eigenartigen Stil darin erkennen.
Schnell noch hingehen und ansehen.

Im Obergeschoss finden Sie die Werke des Košicer Bildhauers Vojtech Löffler und Selbstporträts der wichtigsten Košicer Maler des 20. Jahrhunderts, bis 3.2.2013 aber auch noch eine Ausstellung über die Altarbilder des Hauptaltars der Elisabeth-Kathedrale. Sehenswert.

Das Technische Museum


Hier findet sich alles was an Erfindungsreichtum die letzten Jahrzehnte geprägt hat. Vertreten sind Bergbau, Metallurgie, Schmiedekunst, Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik, Chemie, photographische und kinematographische Apparate, Kartographie, Astronomie und vieles mehr. Die Ausstellungsstücke sind in Slowakisch und Englisch beschrieben. Allein die Sammlung an Schreibmaschinen ist äußerst beeindruckend!

Das Wachsmuseum

Das Museum ist im Urban-Turm neben der Elisabeth Kathedrale untergebracht. Wer dieses Museum besucht, macht auch einen kleinen Ausflug in die slowakische Geschichte – 23 Persönlichkeiten aus der nahen und frühen Vergangenheit der Slowakei und Košice warten hier auf Besucher.
An der Kassa gibt es gedruckte Erklärungen in vielen Sprachen zu den Figuren.

Besonders beeindruckend war für mich noch der Besuch einer Design-Ausstellung, die leider am Sonntag bereits zu Ende ging. Hier aber noch ein kleiner Ausschnitt der vorgestellten Kunstwerke und die Hinweise auf einige AusstellerInnen, die mich besonders beeindruckt haben.




Blueberries www.blueberries.cz
Markéta Richterová www.marketarichter.net
Mgr.art. Ivana Kaňovská ivana.kanovska@seznam.cz http://www.youtube.com/watch?v=GXjurdnMzOQ
Weitere Infos über diese Ausstellung folgen in einem weiteren Blog und eine Fotogalerie kann man auf unserer facebook-Seite bewundern.
Die Opening Show stand und steht wie das ganze Kulturhauptstadtjahr unter dem Thema des Neubeginns und der Zukunft. Ein neuer Planet, eine neue Stadt soll entstehen – Start des Raumschiffs zum Planeten Košice.